Home
Chöre und mehr
Treffen/ Chorproben
Termine/Aktuelles
Veranstaltungen
Gästebuch
Mitglied werden
Wir über uns
Der Vorstand
Sängerheim
Geschichte
Kontakt-Formular
Impressum
Kontakt
Interessante Links
Sitemap

Geschichte

Der MGV Frohsinn Mechtersheim ist der älteste Verein in Römerberg.
Die Gründung reicht ins Jahr 1862 zurück. Der MGV Frohsinn ist ein Gründungsmitglied des Mechtersheimer Ortskartells.

Vereinschronik

Als geistige Väter des Vereins sind zwei Lehrer zu nennen.
Oberlehrer und Gemeinderatsschreiber Wilhelm Purpus, der in der Zeit vom 1.April 1850 bis zum 1. Oktober 1885 an der protestantischen Schule Dienst tat. Er wohnte im Haus Nr. 217 in der Holzgasse, in dem später Nikolaus Neser ein kleines Kolonialwahrengeschäft betrieben hat. Der zweite Lehrer, Herr Adam Ludwig Klein, wirkte an der im Jahre 1860 gegründeten katholischen Verweserstelle und ist im Jahre 1872 nach Bergzabern versetzt worden. Sein Sohn war später Domkapitular in Speyer.

Im Mai 1862 wurde unter Federführung dieser beider Herren der Männergesangverein „Frohsinn“ aus der Taufe gehoben. Aus der Vorstandswahl ging Philipp Weppler als 1. Vorsitzender, Adam Dennerle als 2. Vorsitzender, Jakob Kaiser als Kassier und Philipp Beisel als Schriftführer hervor. Das Dirigentenamt übernahm Hauptlehrer Klein selbst. Als Vereinszweck wurde in die Satzung geschrieben: „Der Verein gründet sich zur Einübung mehrstimmiger Gesänge, hauptsächlich aber zur Verdrängung der oft unsittlichen Gassenlieder und zur Wahrung des Gefühls für edleren Gesang“. Der Verein fand in der Bevölkerung einen guten Anklang, die Mitgliederzahl wuchs schnell auf über 30 an und finanziell war man schon im Jahre 1869 in der Lage, eine schöne Vereinsfahne anzuschaffen. Aber dieser hoffnungsvollen Entwicklung war nur eine kurze Zeitspanne gegönnt. In den Kriegsjahren 1870/71 kam das Vereinsleben zum Erliegen und es dauerte bis zum 1.November 1874, um dem Verein wieder eine handlungsfähige Führung zu geben. Als 1. Vorsitzender wählte man Pfarrer Welsch, als 2. Vorsitzenden Jakob Gund und als Kassier Johannes Schehlmann.

In der Generalversammlung vom 28.Dezember 1878 übernahm Philipp Mohr die Vereinsführung, die er dann 10 Jahre ausübte.
Der Kassier erläuterte in dieser Generalversammlung die Kassenlage und gab die Einnahmen mit 110,- Mark und die Ausgaben mit 62,39 Mark an. Dem Verein gehörten zu dieser Zeit 26 aktive Sänger und 20 passive Mitglieder an. In dieser Amtszeit von Philipp Mohr fällt das Bestreben, dem Verein eine straffere Organisation zu geben. So wurde in der Generalversammlung vom 18.Dezember 1881 der erste Vereinsdiener mit einem Jahresgehalt von 8 Mark verpflichtet. In dieser Ausschusssitzung am 2. Januar 1884 lässt der Vorstand folgende Disziplinarordnung beschließen:

„Von ½ 8 Uhr an bis ¾ 8 Uhr haben die Sänger sich im Lokal einzufinden. Die Namen werden präzis ¾ auf 8 Uhr verlesen. Wer nach dem Verlesen erscheint, ist straffällig, es sind demnach auch alle Entschuldigungen nach dem Verlesen unzulässig und können solche überhaupt nur vor dem Ausschusse gerechtfertigt werden. Die Versäumnisliste führt der Vorstand und die Strafen werden stets am Ende des Monats gezahlt, nach dem der Ausschuss darüber verhandelt hat. Die einfache Strafgebühr für ein Versäumnis wird auf 10 Pfennig festgesetzt“.

Vom 5. Januar 1888bis zur Jahrhundertwende leitete dann Jakob Sattler den Verein.
Der Protokollführung ist zu entnehmen, dass es ein Vorstand war, der die Geselligkeit im Verein sehr stark förderte. Ab dem 3. Januar 1900 führte Engelhard Mohr den Verein.
Zu den schönsten Vereinsfeiern zählten immer die Besuche bei den Nachbarvereinen am gegenüberliegenden Rheinufer. So war es auch, als man am 27.Mai 1900 an einem Sängerwettstreit mit Fahnenweihe in Altlußheim teilnahm und mit einem Preis und Diplom auf dem reichsgeschmückten Wagen die Heimfahrt antrat. Als Dirigent wurde dann am 5. Januar 1901 der Speyerer Bankbeamte G. Scheurich verpflichtet. Aus unerfindlichen Gründen feierte man das 40jährige Vereinsjubiläum erst am 19. Mai 1903. An den Feierlichkeiten beteiligten sich 12 Vereine. Es wurde ein Festzug veranstaltet und die Bürger von Mechtersheim hatten alle Häuser geschmückt.

Im Jahre 1904 gelang es der Vereinsführung einen damals weitbekannten Dirigenten zu engagieren. Xaver Eggart führte das Werk seines Vorgängers verstärkt weiter und so war es fast eine logische Folge, dass man in diesem Jahr das Wettsingen des Speyergau-Sängerbundes gewann. 16 Vereine nahmen an dem Wettstreit teil, der in Iggelheim ausgetragen wurde. Aus Spenden der Mitglieder wurde dem Dirigenten eine goldene Taschenuhr mit entsprechender Gravur geschenkt.

Das Jahr 1905 verdient besonders festgehalten zu werden. Am 26. Februar trat zum ersten Mal, die später so erfolgreiche Theatergruppe des Vereins, im Gasthaus zum Hirsch auf die Bretter der Bühne und brachte das Stück „Der schlaue Feldweber“ zur Aufführung. Zu dieser Zeit hatte der Verein schon 84 Mitglieder zu verzeichnen.

1907 beteiligte sich der Verein an den Einweihung der kath. Kirche, mit dem Lied „Ehre Gottes in der Natur“ von Beethofen. Als Fahnenträger fungierte Heinrich Hauck, begleitet von Ludwig Bohlender und Heinrich von Gerichten. Am 11. Januar 1908 konnte der Schriftführer Anton Weppler der Generalversammlung bekanntgeben, dass die Mitgliederzahl die magische Grenze von 100 überschritten hat. Im darauffolgenden Jahr trat dann Heinrich Michel das Mat des 1. Vorsitzenden an. Unter seiner Leitung wurden die Vorbereitungen für das 50jährige Stiftungsfest getroffen. Es wurde drei Jahre lang bei allen Anlässen Geld gesammelt, um für das Jubiläum eine neue Fahne anschaffen zu können. Diese Fahne ist heute noch im Besitz des Vereins und präsentiert sich nach einer Restaurierung in einem hervorragenden Zustand. Der Leiter der Karlsruher Fahnenfabrik hat erklärt, dass die Herstellung einer gleichen Fahne heute ca. 17.000,- DM (1987) kosten würde.

Am 9. Juni 1912 ging dann das große Fest über die Bühne. Auf dem Festplatz im Birkenschlag am Schinderwasen traf sich die ganze Bevölkerung zu frohen und gemütlichen Stunden. Als Festwirt fungierte Karl Schuster vom „Pfälzer Hof“. Er hatte sich als einziger Wirt bereiterklärt, 5,- DM je hl Bier an den Verein abzuführen. Im „Pfälzer Hof“ fand ein Wertungssingen statt, an dem 15 Vereine teilnahmen. Der eigene Chor trat unter der Stabführung von Emil Konrad auf. Als Ehrendame überreichte Frl. Karoline Schantz im Namen der Festdamen einen goldenen Lorbeerkranz und der Patenverein Frohsinn Bellheim überreichte eine prachtvolle Fahnenschleife. Als Fahnenträger nahm Ludwig Schantz, unterstützt von den Begleitern Jakob Emling und Heinrich von Gerichten die Schleife in Empfang.

 

In der Generalversammlung am 3. Januar 1914 wird Bresch Georg II. zum neuen Vorstand gewählt. Der Verein hat zu diesem Zeitpunkt 105 Mitglieder, davon allein 38 aktive Sänger. Zum Ende des Jahres stellt der Verein seine Aktivitäten ein. 41 Mitglieder sind zum Militärdienst einberufen und 4 davon bereits in den ersten Monaten gefallen. Erst am 26.Dezember 1918 trifft man sich zu einer vorbereitenden Ausschusssitzung um die nächste Generalversammlung vorzubereiten. Mit Betroffenheit stellt man fest, dass 11 Sängerkammeraden den Krieg nicht überlebt haben. Zum ehrenden Andenken wurde eine Gedenktafel geschaffen, die heute noch im Vereinsheim ihren Platz hat.

Der 1. Vorsitzende Georg Bresch bemühte sich, den Verein bis zum nächsten Jubiläum, das im Jahre 1922 zu feiern war, wieder auf ein gesundes Fundament zu stellen. Mit Herrn Lehrer Schmidt als Dirigent hatte man einen guten Griff getan und sehr bald waren nahezu 50 aktive Sänger zu verzeichnen. Das 60jährige Jubiläum wurde am 28.Mai 1922 gefeiert, wobei das Dorf wieder sein Festtagskleid angelegt hatte. Im Rahmen dieses Festes wurden die Veteranen G. Kayser, Johann Schwantz, Heinrich Hufft und Friedrich Emling für 40jährige Sängertätigkeit geehrt.
Die Jahre danach waren für den Verein sehr schwer. Es war kein Dirigent zu bekommen und als man schließlich einen gefunden hatte, machte dieser zur Bedingung, dass der Verein ein Klavier beschafft. Da der Verein dazu nicht in der Lage war, erklärte sich der Vereinswirt Mohr bereit, innerhalb von 14 Tagen ein solches zu kaufen. Die Vereinsmitglieder veranstalteten unter sich eine Sammlung und brachten überraschendeinen Betrag zusammen, die die Anschaffung des Klaviers ermöglichte und noch einen Restbetrag von 130,- Mark für die Vereinskasse ergab. Lehrer Braun blieb dann bis zum 10.Dezember 1929 Dirigent und wurde dann von Lehrer Huf in diesem Amt abgelöst.
Aber schon am 31.Dezember 1931 musste man sich erneut nach einem Dirigenten umsehen und konnte mt viel Glück den Musiklehrer Josef Gerbes aus Heiligenstein verpflichten. Mit großem Erfolg konnte dann 1932 das 70jährige Stiftungsfest gefeiert werden. Danach wurde zusammen mit dem Bruderverein  Cäcilia am 30.April 1933 im Gasthaus Adler ein Werbekonzert veranstaltet, welches einen sehr guten Besuch zu verzeichnen hatte. Im Protokollbuch steht unter dem Jahrgang 1934 lapidar eingetragen: Es gibt keine Vereinswahlen mehr. Der Vorstand nennt sich jetzt Vereinsführer und der Führer bestimmt seine Mitarbeiter. Neuer Dirigent ist jetzt Theo Schäfer. Die Vereinstätigkeit nahm dann ständig ab und 1939 vermeldet dann der Chronist mit großem Erschrecken: Es ist wieder Krieg!

Nach dem Krieg war es der Sportverein, der zuerst von der Militärregierung eine Betätigungserlaubnis erhielt. Die Sänger von Mechtersheim fassten daher den Entschluss, sich als Gesangsabteilung dem Sportverein anzuschließen. Unter der Dirigentschaft von Heinz Beisel konnte die konfessionell gemischte Abteilung bald gute Leistungen erbringen. Man war in der Lage, bei Bestattungen gesanglich den letzten Gruß zu entbieten und bei einem kleineren Festen mitzuwirken. Bei der Weihnachtsfeier des Sportvereins im Jahre 1947 kam dann der erste große Auftritt. Mit zwei herrlich vorgetragenen Weihnachtschören wurde ein so großer Erfolg erzielt, dass danach beherzte Sänger den Weg zur Militärregierung antraten und um eine Gründungserlaubnis nachsuchten. Ihr Mut wurde belohnt, man erteilte ihnen die Genehmigung, ordnete aber an, dass in Orten unter 2000 Einwohnern nur ein Gesangverein entstehen darf. Am 18.Januar 1948 fand die Gründungsversammlung im Gasthaus Adler statt. Um die beiden früheren Vereine zu einen, wurde dem neuen Verein der Name „Einigkeit“ gegeben. Zum 1.Vorsitzenden wurde Ludwig Deckert gewählt. Der Versuch, tatsächlich eine Einigkeit herzustellen, scheiterte jedoch an der Aktivität einiger an der Tradition festhaltender Sänger und an der Lockerung der Begrenzungsbestimmungen durch die Militärregierung. So entstand einige Wochen danach wieder der Bruderverein Cäcilia und organisatorisch musste beim Frohsinn nochmals neu begonnen werden.

Aus den Neuwahlen am 22.Januar 1949 geht dann Theodor Mohr als 1. Vorsitzender hervor. Der weitere Vorstand setzt sich aus Heinrich Hauck als 2. Vorsitzender, Rudi Braxmeier als Schriftführer und Jakob Amourette als Kassier zusammen.
Emil Schäfer wird zum Vereinsdiener gewählt. Heinz Beisel erklärt sich bereit die Dirigententätigkeit zu übernehmen. Wegen der Namensgebung gibt es immer noch Meinungsverschiedenheiten und so entschließt man sich, den Namen „Einigkeit-Frohsinn“ zu führen. Die Diskussion der Namensgebung findet aber kein Ende und führte schließlich am 21.April 1949 zum Rücktritt des 1.Vorsitzenden, dem dann Heinrich Hauck im Amt folgt. Der erste große Auftritt erfolgte dann am 29. Mai 1949 beim 75jährigen Jubiläum des Brudervereins MGV Cäcilia.
Die Generalversammlung 1950 brachte eine neue Vorstandschaft. Zum ersten Vorsitzenden wurde Karl Schick und zum 2. Vorsitzenden Otto Kapp gewählt. Die Fahnenabordnung setzte sich aus Theo von Gerichten, Emil Tremmel und Karl von Gerichten zusammen. Am 29.März 1950 verlässt Heinz Beisel das Dirigentenpult. Am 2. Juli 1950 nimmt der Verein unter der neuen Dirigentschaft von Viktor Klein am 100jährigen Jubiläum des Männergesangverein Hanhofen teil. Die Generalversammlung für das Jahr 1951 wählte als neuen ersten Vorsitzenden Philipp Stadler, der dann über viele Jahre die Geschicke des Vereins geleitet hat. In diesem Jahr fand dann ein großes Kirchenkonzert statt und am 15. April 1951 nahm der Verein mit sehr großem Erfolg am Wertungssingen in Speyer teil.

 

Auch die Theatergruppe hatte zu ihren alten und großen Erfolgen zurückgefunden und trat in diesem Jahr mit einem einmalig schönen Stück an die Öffentlichkeit. „Das Glück in der Mühle“ ist heute noch bei vielen Mitgliedern in guter Erinnerung.

90 Jahre MGV Frohsinn

 

Mit Philipp Stadtler und Otto Kapp an der Spitze feierte der Verein seinen 90. Geburtstag. Die Nachwirkungen des Krieges waren jetzt soweit abgeklungen, dass man auch wieder Feste im größeren Rahmen feiern konnte. Das ganze Dorf war festlich geschmückt, als sich ein großer Festzug zum Festplatz zwischen den Sportplätzen bewegte. Als Ehrendame führte Sieglinde Schehlmann mit ihren Begleiterinnen Senta Stadler und Lore Fender den Zug an.

Viktor Klein dirigierte gerade den Eröffnungschor, als plötzlich der Strom wegblieb und eine Unterbrechung von über einer Stunde eintrat. Der Schirmherr des Festes, Herr Engelhardt Weppler überreichte der Vereinsführung einen Briefumschlag mit der für die damalige Zeit fast unglaublichen Summe von 500,- DM.

Das Fest hatte eine sehr große Resonanz bei allen Nachbarvereinen gefunden und alle hatten ihre Teilnahme zugesagt. Die gesanglichen Darbietungen waren auf einem sehr hohen Niveau und wurden von den zahlreichen Besuchern mit viel Beifall bedacht.

Am Montag fanden sich dann ab 16 Uhr die Mechtersheimer zu einem gemütlichen Ausklang im Festzelt ein. Um das Festzelt tummelte sich die Schuljugend bei einer Reihe von Spielen, wobei die Sieger jeweils mit kleinen Preisen bedacht wurden.

Als der Ehrenvorsitzende Georg Bresch das Fest beendete und der Kassier Heinrich Huber den berühmten Strich unter die Abrechnung gesetzt hatte, sah man rundum nur strahlende Gesichter.

Im Jahre 1953 veranstaltete der Verein ein Konzert, das weithin große Beachtung fand. Dirigent Viktor Klein war es gelungen mit dem Chor Mozarts „Weihe des Gesangs“ und Beethovens „ Die Himmel rühmen“ in einer Perfektion darzubieten, dass die Presse darüber des Lobes voll war. Als Solisten konnten damals Marie-Luise Weißbrod-Knögel (Sopran), Klavierbegleitung Dr. Knögel sowie L. und H. Seeber, Klavier und Violine verpflichtet werden. Von ihnen konnte besonders Mozarts „Exsultate jubilate“gefallen.
Nach dem großen Konzerterfolg wurde dann auch der schon im Vorjahr geplante Ausflug durchgeführt. Die Fahrt führte in das „Dahner Felsenland“, mit Besichtigung der Burg Berwartstein. Bei herrlichem Wetter herrschte unter den 128 Teilnehmern eine gute Stimmung, die dann beim Abschlussabend in Elmstein ihren Höhepunkt fand.
Das Jahr 1953 wurde noch um einen Höhepunkt bereichert. Am 1.August fuhren die Sänger nach Zweibrücken, um den „Bunten Abend“ für die Belegschaft der Fa. Weppler zu gestalten. Ein Erlebnis, von dem heute noch sehr oft erzählt wird.

Ab dem 1. September 1954 kehrte Heinz Beisel wieder an das Dirigentenpult beim MGV „Frohsinn“ zurück. Mit großem Elan ging er sofort an die Arbeit und die Vorbereitungen für ein großes Konzert. So beteiligte sich der Verein am 18. Juni 1955 am Sommernachtsfest des Sportvereins, am 25. Und 26. Juni 1955 an den Feierlichkeiten zur Übergabe des neuen Feuerwehrgerätehauses und am Sommernachtsfest zu Gunsten des Wiederaufbaus der EV. Kirche.

In der Generalversammlung vom 7. Januar 1956 übernahm Heinz Beisel zu seinem Dirigentenamt auch noch den Posten des Schriftführers. Im vollbesetzten Saal „Pfälzer Hof“ fand am 14. April 1956 das gut vorbereitete Konzert statt. Es standen 35 Sänger auf der Bühne, unterstützt von den Solisten Esther Diebel (Mezzosopran), Karl Gerhard Wien (Bass) und Gertrud Wien (Klavier).

Das Programm war sehr umfangreich uns so sollen hier zur Erinnerung nur einige Chorwerke genannt sein:
„Morgen“ von W.Sendt, „Über die Heide“ von Hj. Heuken, „Preis die, o Herr“ von R. Desch, „Auf Ihr Brüder“ von H. Kelling, „Unendlich singt das Herz“ von Q.Rische und „Zum Lob der Musik“ von J. Haas.

Kenner des Chorgesangs lobten die enorme Leistung des Chors und den Mut des Dirigenten, mit einem zahlenmäßig kleinen Chor, an so schwere Werke heranzugehen.

Am 15. Juni 1957 unternahm der MGV „Frohsinn“ zusammen mit dem Bruderverein MGV „Cäcilia“ einen Ausflug nach Zweibrücken. Ehrenmitglied Engelhardt Weppler bereitete beiden Vereinen einen großen Empfang und schöne erholsame Stunden. Heinz Beisel hielt viele Punkte des Beisammenseins mit seiner Kamera fest, um sie dann beie einem Dia-Abend zur Vorführung zu bringen.
 Das Jahr 1958 stand ganz im Zeichen des Sängerbundesfestes, das in Pirmasens abgehalten wurde. Eine große Abordnung nahm daran teil und erlebte schöne Stunden und hervorragende Liedvorträge. In der Zeit vom 11. Bis 13. Oktober unternahm der Volkschor Kemten eine Reise in die Pfalz und stattete dem MGV „Frohsinn“ einen Besuch ab. Im Verlauf dieses Besuchs und den damit verbundenen frohen Stunden, wurde auch die Einladung zu einem Gegenbesuch nach Kempten ausgesprochen, die dankend angenommen wurde. Als Gastgeschenk überreichte der Vorsitzende des Volkschores eine Kuhglocke mit Lederhalsband in Originalgröße und erhielt dafür einen überdimensionalen Römer, gefüllt mit bestem Pfälzer Wein.
Das Jahr klang harmonisch mit der Aufführung des Theaterstückes „Das Heiratsinserat“ aus.
Am 1. April 1959 begann Heinz Kühn seine Dirigententätigkeit, nachdem Heinz Beisel den Verein aus gesundheitlichen Gründen verlassen hatte. Zu diesem Zeitpunkt ahnt noch niemand, dass mit der Neuverpflichtung des Dirigenten, eine lange anhaltende Phase der Stabilität begonnen hat und Heinz Kühn auch noch zum 125jährigen Jubiläum und danach den Taktstock schwingen wird.
Im Juli fand der Gegenbesuch des MGV „Frohsinn“ beim Volkschor in Kempten statt. Auf der Hinfahrt wurde das Ulmer Münster besichtigt und zur Mittagszeit machte man Pause in Ottobeuren. Am Abend veranstalteten beide Vereine in der Stiftshalle ein Freundschaftssingen, zu dem auch sehr viel Prominenz erschienen war. Die Unterbringung in Privatquartieren war vorbildlich organisiert und von herzlicher Gastfreundschaft geprägt. Vor der Abfahrt nahmen die Sänger noch Aufstellung auf dem Stiftsplatz und es ertönten Lieder vom Rhein und zum Abschluss das Lied „Wahre Freundschaft“. Die Rückfahrt ging dann entlang des Bodensees und es wurde noch die Gelegenheit wahrgenommen, mit dem Dampfer zur Insel Mainau hinüber zu fahren.


 

Der Verein beteiligte sich am 25. Oktober an der Glockenweihe in der prot. Kirche. Heinz Kühn hatte zu diesem Zweck extra zwei Chöre einstudiert, die sehr gut vorgetragen wurden.

 

Mitglieder des Vereins waren schon beim Transport und beim Verladen der Glocken dabei. Es war für die ganze Kirchengemeinde ein erhebender Augenblick, als die Glocken im Dorf eintrafen und mancher Zuschauer mag im inneren seines Herzens dabei gewünscht haben, dass diese Glocken länger an ihrem angestammten Platz bleiben und nicht wieder zu Kanonenkugel verarbeitet werden.

100 Jahre MGV Frohsinn

Am 7. April 1962 wurde das Jubiläumsjahr mit einem Festkonzert eröffnet. Neben dem Jubelchor wirkten dabei mit: Fr. Sattelberger (Sopran), W. Purrmann (Tenor), H. Kürberg (Bariton),   K. Eisenmann (Klavier) und der Chor des MGV 1875 Altlußheim.


Heinz Kühn hatte ein Programm erstellt, das mit Bewunderung und Begeisterung vom Publikum aufgenommen wurde. Es soll an dieser Stelle nur an einige Punkte erinnert werden:
„Die Himmel rühmen“, „Junges Mädchen saß am Meer“, „Morgen muss ich fort von hier“, „Heimatliebe“, „Chor der Gefangenen aus Nabucco“ und das „Rheinische Fuhrmannslied“.
Der Erfolg dieses Konzertes war ein gutes Omen für die folgenden Veranstaltungen.
Mit einem Festbankett wurde am 30. Juni das eigentliche Jubiläum eröffnet. Die Ehrendamen Christel Dickerhof, Marliese Lösch und Traudel Jahraus geleiteten die Vorstände, die Ehrenmitglieder und die Sänger in das Festzelt.
Viele Gratulanten und 13 Gastvereine umfasste dann ein über 4 Stunden dauerndes Programm. Höhepunkt der Feier war die Übergabe der Ehrenurkunde durch den Präsidenten des Deutschen Sängerbundes, Herrn Albert Hoffmann. Mit großer Freude nahm der 1. Vorsitzende Philipp Stadtler eine 500-Mark-Spende der Gemeindeverwaltung entgegen.
Am Sonntag nahmen dann 25 Vereine an einem Festzug durch die herrlich geschmückten Straßen von Mechtersheim teil. Die Fahnenabordnung mit Walter Huber, Willi Beisel und Kurt Amourette geleitete den riesigen Festzug zum Festzelt. Das anschließende Freundschaftssingen war umrahmt von Auftritten des Brudervereins MGV „Cäcilia“, dem Jubelverein und dem Harmonie-Orchester Walter Sogno.
Den Ausklang des harmonischen Jubiläums bildete am Montag ein gemütlicher Abend, an dem ebenfalls wieder der Bruderverein MGV „Cäcilia“ beteiligt war.
 

Mit dem Jahr 1963 beginnt ein neuer Abschnitt in der Vereinsgeschichte des MGV „Frohsinn“. Am 5. Januar hat in der Generalversammlung Philipp Stadtler nacheiner 12jährigen Amtszeit auf eine Wiederwahl verzichtet. Die Versammlung wählt mit großer Mehrheit den bisherigen 2. Vorsitzenden Otto Kapp an die Spitze der Vereinsführung und Karl Müller zum neuen 2. Vorsitzenden.

Die neue Führungsmannschaft erlebt gleich eine besondere Ehrung. Am 27. Oktober 1963 kann Otto Kapp aus den Händen von Kultusminister Dr. Orth in Bacharach die Zelterplakette in Empfang nehmen. Damit wurde das 100jährige Wirken des Vereins zur Pflege und Erhaltung des deutschen Volksliedes gewürdigt.
Die Generalversammlung beschließt am 4. Januar 1961, dass Emil Schäfer aufgrund seiner besonderen Verdienste um den Verein vorzeitig zum Ehrenmitglied ernannt wird. Gleichzeitig wird auch beschlossen, dass die Amtszeit der Vorstandschaft in Zukunft drei Jahre beträgt.
Mit großem Elan bereitet dann Heinz Kühn ein großes Wunschkonzert vor. Es werden insgesamt 24 Lieder einstudiert und dem Konzertpublikum zur Auswahl gestellt. In der neuen Schulturnhalle findet am 9. April 1967 dieses Ereignis statt. Am Saaleingang geben die Besucher ihren Wunschzettel ab und die 10 am meisten gewünschten Lieder kommen zur Aufführung. Als Ansager fungiert Hans Gruber und führt in gekonnter Art durch das Programm.

1968 findet in Stuttgart das 16. Deutsche Bundessängerfest statt. Mit 2 Omnibussen fährt die Sängerschaft nach Stuttgart und erlebt dort eine einmalige Demonstration des deutschen Chorgesangs.
In de nachfolgenden Jahren nimmt der Verein an vielen Sängerfesten bei befreundeten Vereinen teil und die Theatergruppe bringt so erfolgreiche Stücke wie „Frau am Steuer“, „Ede als Regierungsrat“, „Der Heidekrugbauer“ und „Bitte recht freundlich“ zur Aufführung. Mitte des Jahres 1971 beginnt Heinz Kühn mit den Vorbereitungen für das 110jährige Jubiläum. In einer Ausschusssitzung vom 14. Mai 1971 hatte der 1. Vorsitzende Otto Kapp die Weichen für dieses Fest gestellt.
Unter der Schirmherrschaft des damaligen Kultusministers Dr. Bernhard Vogel wurde in der Zeit vom 1. Bis 3. Juli 1972 ein schönes Fest gefeiert, an dem 21 Gastvereine teilnahmen. Zu einem Höhepunkt gestaltete sich der gesellige Ausklang am Montag. Unter der gekonnten Führung von Hans Gruber unterhielten der Turn- und Sportverein und der Musikverein die zahlreichen Gäste. Wobei natürlich auch der Jubelverein selbst mit stimmungsvoll vorgetragenen Liedern den großen Erfolg abrundete.

1973 nahm der Verein mit einem wundervollen Schiff am Karnevalsumzug teil und die Schiffsbesatzung bereicherte das Programm des Mechtersheimer Karnevalvereins bei den Prunksitzungen in der Turnhalle. Unter der Leitung und Begleitung von Heinz Beisel konnte der Seemannschor einen gelungen Beitrag leisten, der vom Publikum mit viel Beifall bedacht wurde. Der Vereinsausflug führte nach Bernkastel und die anschließende herrliche Moselfahrt ist bei vielen Mitgliedern noch heute in bester Erinnerung.

Das Jahr 1975 brachte einen ganz besonderen Höhepunkt in der langen Vereinsgeschichte. Am Sonntag, dem 28. September konnte der 1. Vorsitzende Otto Kapp aus den Händen von Architekt Kuno Schwab den Schlüssel zum eigenen Vereinshaus entgegennehmen. Viel Gäste, an ihrer Spitze Herr Bürgermeister Hinderberger und die beiden Ortsbeigeordneten Wust und Weber waren gekommen, um der Einweihungsfeier beizuwohnen und das schmucke Heim zu bewundern. In seiner Ansprache dankte Otto Kapp der Gemeindeverwaltung für die großzügige Unterstützung, dem Architekten für den selbstlosen Einsatz und das finanzielle Entgegenkommen, aber der besondere Dank galt den vielen Helfern aus den Reihen der Sängerschar, die über mehrere Monate jede freie Minute für den Verein geopfert hatten.

 

Unter Mitwirkung des Musikverein Mechtersheim veranstaltete der MGV „Frohsinn“ am 31. Oktober 1976 ein Konzert. Mit klangvollen Bezeichnungen „Ein Strauß bunter Melodien“, hatte Heinz Kühn ein Programm umschrieben, das die Besucher begeisterte. Aufgelockert wurde das Programm durch mehrere Vorträge in Pfälzer Mundart, die von Elsbeth Kinscherff in gekonnter Art dargeboten wurden.

Die Generalversammlung am 30. Dezember 1977 bringt das Ende für eine lange Vereinsdienertätigkeit. Emil Schäfer legt nach 29 Jahren sein Amt nieder und wird mit Dankesworten des Vorstandes verabschiedet.

Am 17. März 1979 veranstaltete der MGV „Frohsinn“ unter dem Motto „Vom Rheine bis zur stolzen Haardt“ ein gelungenes Konzert, bei dem wieder der Musikverein Mechtersheim unter der Stabführung von Ernst Merdian mitwirkte.

Heinz Kühn, der immer eine glückliche Hand bei der Liedauswahl hat, konnte mit den exakt einstudierten Liedern eine große Besucherzahl begeistern. Das Jahr brachte noch einen schönen Ausflug nach Mespelbrunn und zum Ausklang das Theaterstück „Der Hunderter im Hut“.

In der Generalversammlung vom 5. Januar 1980 verzichtete Otto Kapp auf eine Wiederwahl. Die Mitglieder wählten Karl Müller zum neuen Vorsitzenden und Adolf Schultze zu seinem Stellvertreter. Mit einer ergreifenden Ansprache verabschiedete sich Otto Kapp und wünschte seinem Nachfolger eine glückliche Hand bei der Führung des Vereins. Im gleichen Jahr veranstaltete der Verein einen 4 Tagesausflug an den Attersee, der in der Vereinsfamilie großen Anklang fand.
Gemeinsam mit dem Akkordeonochester Martin aus Speyer veranstaltete der Verein am 28.März 1982 ein Konzert, bei dem man das Motto „Die Welt ist voll Musik“ gewählt hatte.

Anlässlich des 120jährigen Bestehens wurde am 15. Mai 1982 in die festlich geschmückte Turnhalle zu einem Konzert eingeladen. Verstärkt durch den Bruderverein MGV „Cäcilia“ und den Mechtersheimer Musikverein wurde das Festkonzert zu einem schönen Erfolg.

Am 15. Januar 1983 erteilte die Generalversammlung Karl Müller und Adolf Schultze den Auftrag, das Vereinsschiff für weitere drei Jahre zu steuern. Die Arbeit des Schriftführers übernimmt Horst Jakob, wobei Roland Weinkämmerer seine Stellvertretung zusagt. Das Amt des Kassiers übt weiterhin Berthold Bogumil aus und stellvertretender Kassier wird Dieter Kauther. Alfons Ball und Otto Weis kümmern sich wieder um das Notenmaterial. Zu den Beisitzern wurden die Herren Kurt Amourette, Erwin Jantz und Leo Hollstein gewählt. Neuer Vereinsdiener wurde Eric Moser.

Der Vereinsausflug führt nach Drachselried. Leider war die Beteiligung etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Umso schöner und erfreulicher gestaltete sich aber der gesamte Ablauf des Ausflugs. Das Jahr 1983 brachte dem Verein zum Ausklang noch einen wunderbaren Erfolg. Die Theatergruppe führte unter der Regie von Karl Müller das Stück „Die Ersatzbraut“ auf und erntete einen lange anhaltenden Beifall.

Volkslieder und Evergreens standen auf dem Programm des Konzerts vom 31. März 1984. Heinz Kühn hatte einen bunten Frühlingsstrauß von Melodien zusammengestellt. Eine große Bereicherung für das Konzert war die Mitwirkung des Jugendchores vom MGV „Cäcilia“, unter der Leitung von Siegfried Hoffelder. Im Rahmen dieses erfolgreichen musikalischen Blumenstraußes wurde Heinz Kühn für seine 25jährige Dirigententätigkeit beim MGV „Frohsinn“ geehrt.
Im gleichen Jahr wurde dann noch in der Weihnachtsfeier das Ehrenmitglied Ernst Stadler für seine 60jährige Sängertätigkeit geehrt. Der 1. Vorsitzende und der Dirigent gratulierten mit herzlichen Worten und dankten für das vorbildliche Wirken des Jubilars.

 

Am 26. Oktober 1985 veranstaltete der Verein in der Turnhalle ein Wunschkonzert, das wegen verschiedener Terminüberschneidungen leider nicht die erwartete Zuschauerresonanz gefunden hat. Trotzdem ließen sich die Akteure nicht entmutigen und Heinz Kühn konnte der kleinen Besucherschar einen blendend vorbereiteten Chor präsentieren. Mit der Generalversammlung vom 4. Januar 1986 wurde auch der Beginn der Vorbereitungen für das 125jährige Jubiläum eingeläutet. Im Hinblick auf die anstehenden Aufgaben, hatte sich die bisherige Vorstandschaft geschlossen zur Wiederwahl gestellt, was von der Versammlung mehrheitlich bestätigt wurde. Die Versammlung wählte dann noch zusätzliche Mitglieder für den Festausschuss. Nach der konstituierenden Sitzung stellte sich die Situation wie folgt dar: Der Festausschuss besteht aus den gewählten Mitgliedern des Vorstandes und wird durch die Herren Siegfried Schega, Karl Hufft, Ernst Schmidt, Armin Mohr, Otto Alter, Wolfgang Frey und Günter Müller verstärkt.

Teilchronik erstellt von Siegfried Schega 1987

 

125 Jahre MGV Frohsinn

1987 feiert der Verein sein 125jähriges Bestehen
Die Ehrendamen bei diesem  Jubiläum waren Bärbel Mohr, Tanja Beisel und Ute Groß. Die Fahnenabordnung stellten Günter Müller, Karl Mohr und Gerd Müller.
Am 28. März veranstaltete der MGV „Frohsinn“ ein großes Festkonzert in der Schulturnhalle. Verstärkt wurde der MGV „Frohsinn“ durch den Musikverein Mechtersheim unter der Leitung von Paul Mahl. Die Solotrompete spielte Thomas Gast.
Die Klavierbegleitung des Männerchors übernahm Wolfgang Eppelsheim. Abgerundet wurde das Programm von der Sopranistin Helga Sommer und dem Tenor Joachim Zander.
Das Jubiläumskonzert stellte einen der Höhepunkte im musikalischen Wirken des Dirigenten Heinz Kühn da.

 

Am 12. Und 13. Juli 1987 veranstaltet der MGV „Frohsinn“ ein Festbankett, bei dem folgende Chöre mitwirkten: GV Liederkranz Iggelheim 1879, MGV 1956 Speyer Nord, MGV 1865 LU.-Rheingönnheim, MGV Cäcilia Mechtersheim, MGV Germania Otterstadt, MGV 1890 Bellheim, MGV 1868 Geinsheim, MGV 1911 Harthausen, GV 1857 Lachen, MGV 1861 Rheinzabern, MGV 1854 Schifferstadt, MGV Einigkeit Lingenfeld, Chorsängerverein 1791 Geinsheim, MGV Concordia Berghausen, MGV Klein-Schifferstadt, MGV 1885 Liederkranz Lustadt, MGV 1850 Hanhofen, MGV Deutsches Lied 1909 Hördt, MGV Eintracht Waldsee, Vereinigte Sänger Ottersheim, MGV 1883 Trippstadt, AGV Frohsinn 1908 Altlussheim, MGV 1884 Winzeln, MGV Eintracht 1872 Hagenbach.
Am Sonntag 14. Juni 1987 führte, nach einem Ökumenischen Gottesdienst, mit anschließendem Frühschoppen ein großer Festumzug mit 34 Zugnummern durch die Straßen von Mechtersheim.
Die Chormitglieder, als Matrosen verkleidet, fuhren mit einem großen Schiff durch Mechtersheim.
Der Umzug endete bei einem gemütlichen Ausklang in der Festhalle mit dem „Pfälzer Sängerspruch“.
Bei dem anschließenden Freundschaftssingen wirkten folgende Chöre mit: Sängervereinigung Iggelheim, MGV Concordia Waldsee, MGV Concordia 1876 Schifferstadt, MGV Frohsinn 1876 Rödersheim, MGV 1876 Lyra Speyer, MGV Frohsinn Bellheim, MGV 1920 Gommersheim, MGV 1856 Böhl, MGV Liederkranz Philippsburg, Römerberger Nlaukehlchen, Chorfreunde Cantamus 1967, Männerchor 1858 Leimersheim, MGV 1883 Peppenkum, MGV 1921 Heiligenstein.
Ab 20 Uhr gestalteten Mechtersheimer Vereine mit einem bunten Heimatabend den Abschluss des Sängerfestes.
 Die Frauen des Chors führten erstmalig einen Tanz auf, den Can Can. Dies war die Geburtsstunde der vereinseigenen Tanzgruppe.

Am 17.07.1987 dankte man mit einem Helferfest, im Anwesen von Karl Müller, allen Helfern für das gelungene Fest.

Im gleichen Jahr am 27.09. brach der Verein zu einem Tagesausflug an die Deutsche Edelsteinstraße auf.
Bei verschiedenen Führungen und Besichtigungen erfuhren die Teilnehmer alles rund um das Thema Edelsteine. Ein gemütlicher Abschluss in Neuleiningen rundete den gelungenen Ausflug ab.

Beim 120jährigen Jubiläum beim Bruderverein MGV Lyra Speyer sang der MGV-Frohsinn zusammen mit dem Jubelchor zum Auftakt den Festgruß in der Stadthalle Speyer.

Bei der traditionellen Weihnachtsfeier in der Schulturnhalle fand das Jubiläumsjahr seinen Abschluss. Jeder Sänger erhielt ein Glas mit der Gravur: „125 Jahre MGV Frohsinn“. Die Theatergruppe spielte ein Stück in 3 Akten „Die verschenkte Hose“.
Der Vereinsball 1988 wurde vom Chor mit den beiden Liedern „Am herrlichen Rhein“ und „Wein vom alten Faß“ eröffnet. Die Frauen führten 3 verschiedene Tänze auf. Unter anderem wurde der CanCan nochmals mit großem Erfolg getanzt.
In der Generalversammlung 1988 wurde Herr Wolfgang Frey einstimmig zum Schriftführer gewählt. Er hatte dieses Amt zuvor kommissarisch übernommen.

Der Ausflug 1988 führte den Verein 4 Tage lang nach Kärnten. Die Abwechslung zwischen der Kärntener Bergwelt und dem gemütlichen Abendprogramm kam bei allen Beteiligten sehr gut an.

Bis heute wird jährlich im Wechsel ein Ein- und ein Mehrtagesausflug organisiert.

Beim Altdorffest 1988 wurde erstmalig das „Altdorffesthaisel“ vorm Sängerheim aufgebaut. Adolf Schulze hatte dieses massive Holzhaus mit Biberschwanzziegeldach geplant und unter Mithilfe von anderen Sängern gebaut. Bei gutem Wetter wurde das Fest von dem Gemeinschaftschor Frohsinn / Cäcilia eröffnet. Die Damen des MGV Frohsinn führten einen Tanz auf. Das Altdorffest war, wie fast in jedem Jahr, gut besucht und ein voller Erfolg.

Die Generalversammlung wurde am 06.01.1989 mit dem „Pfälzer Sängerspruch“ eröffnet. Nach den Berichten der Vorstandschaft und des Chorleiters standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Unter dem Vorsitz von Karl Müller wurde die Vorstandschaft bis auf eine Ausnahme wiedergewählt. Alfons Ball stand auf eigenen Wunsch nicht mehr zur Verfügung. Für ihn rückte Eric Moser nach. Als Vereinsdiener wurde Holger Lorfing, als Fahnenträger Karl Mohr, Günter Müller, Gerd Müller und Dieter Schmidt gewählt.

Am 15.04.1989 veranstaltete der MGV ein Konzert unter dem Motto „Volksliederabend“.
Die Schulturhalle war gut besucht. Verschiedene Sänger wurden für ihre langjährige Sängertätigkeit geehrt. Dirigent Heinz Kühn erhielt von Jakob Hoffelder und Bürgermeister Hinderberger eine Auszeichnung für seine 30jährige Dirigententätigkeit.

Das Jahr 1989 war das Jahr der Deutschen Einheit. Dieses große Ereignis war auch im MGV Frohsinn ein Thema. So ist im Protokoll der Ausschußsitzung vom 10.11.89 zu lesen: „Die Öffnung der Mauer war ein denkwürdiger Tag in der Geschichte Deutschlands“.
Beim Wertungssingen im gleichen Jahr präsentierte sich der Chor nur schwach besetzt. Auch ist zu lesen, dass der Singstundenbesuch mit der Zeit schlechter würde. Sängerwerbung ist in vielen Sitzungsprotokollen ein Thema, das sich bis heute wie ein roter Faden durch die Geschichte zieht, und heute wichtiger ist denn je.

Das Jahr 1990 beginnt mit einer Ehrung unseres damaligen Dirigenten Heinz Kühn. Er erhält in Speyer von Oberbürgermeister Roßkopf die Ehrennadel des Landes Rheinlandpfalz.
Stürmisch geht es im gleichen Jahr weiter: Der alljährliche Faschingsumzug wird wegen Sturm und Regen abgesagt.
Am 11.03.1990 beteiligt sich der Frohsinn beim Pfälzer Sängertag in der Stadthalle Speyer bei einem Gemeinschaftschor der Römerberger Chöre und des Kreismusikorchesters. Hierfür werden zwei anspruchsvolle Lieder einstudiert: „O Isis, o Siris“ aus der Zauberflöte von W.A. Mozart und „O welche Lust“ aus Fidelio von Beethoven.

Beim Altdorffest im gleichen Jahr beteiligt sich erstmals die Vereinseigene Tanzgruppe mit einem eigenen Stand. Im französischen Stil werden Spezialitäten wie z.B. Schnecken angeboten. Etabliert hat sich dieser eigenständige Stand allerdings nicht.

Beim Vereinsball 1991 wird Heinz Kühn für seine 30jährige Dirigententätigkeit beim MGV Frohsinn geehrt. Eine beachtliche Leistung, aber die Ära Kühn sollte schon bald enden. Heinz Kühn deutet an, dass er aus gesundheitlichen Gründen den Chor nicht mehr leiten kann.
Am 19.01.1992 fand die erste Singstunde mit dem neuen Chorleiter Herrn Wolfgang Lutz statt. Er studierte zwei Lieder zur Verabschiedung von Heinz Kühn ein.

Bei der Generalversammlung 1992 standen wieder Neuwahlen an.
Mit den Neuwahlen geht die Ära Karl Müller zu Ende. Er stellt sein Amt des 1. Vorsitzenden nach 12 Jahren zur Verfügung. 
Sein Nachfolger wird Dieter Kauther. Auch das Amt des Schriftführers wird neu besetzt. Für Wolfgang Frey rückt Eric Moser nach. Der 2. Vorsitzende Adolf Schulze und der Kassier Berthold Bogumil werden in ihrem Amt bestätigt. Außerdem im Ausschuß: Günter Müller, Roland Weinkämmerer, Fritz Witt, Otto Weiß, Kurt Amourette, Leo Hollstein, Gerfried Heilmann, Erwin Jantz und Karl Müller.

 

Beim Jubiläumskonzert zum 130jährigen Bestehen präsentierte sich der Verein im neuen Gewandt. Die neue Sängerkombination mit weinroten Sakkos wurde zu diesem Anlass erstmals präsentiert.
Beim Konzert wurde Herr Heinz Kühn feierlich verabschiedet. Er übergab den Taktstock nun offiziell an Wolfgang Lutz.

Mit Wolfgang Lutz kam ein frischer Wind in den Verein, der zunächst zu einem besseren Singstundenbesuch führte. Dies war allerdings nur ein kurzfristiger Effekt.

Beim Wertungssingen des Sängerkreises Speyer am 25.04.1993 nahm der Frohsinn mit einer respektablen Leistung teil.

Beim Fußball-Ortsturnier 1994 spielte der MGV-Frohsinn in einer Spielgemeinschaft zusammen mit dem MGV Cäcilia und erhielt mit dem ersten Platz den Wanderpokal.
Im Oktober veranstaltete der MGV Frohsinn einen Liederabend unter dem Motto „Klinge lieblich, klinge sacht-immer heiter und vergnügt“. Unter Mitwirkung des Mandolinenorchesters Rodt, des MGV Lyra Speyer und des MGV Harthausen wurde ein buntes Programm dargeboten, das von dem Bariton-Solisten Karlheinz Schreiner abgerundet wurde.

Bei der Generalversammlung 1995 gibt Herr Lutz bekannt, dass er den Chor aus terminlichen Gründen abgeben will. Bei den Wahlen rückt Klaus Amourette für Kurt Amourette in den Ausschuss nach.

Als neue Chorleiterin wird 1995 Frau Szelpal verpflichtet. Aber trotz fachlicher Kompetenz, schafft Sie es nicht, Ihre Ziele mit dem Chor umzusetzen. Deshalb wird sie Ende 1995 wieder entlassen.
In der Generalversammlung tritt Dieter Kauther als 1. Vorsitzender zurück.

In einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 19.01.1996 wird Karl Müller wieder als 1. Vorsitzender gewählt. Er nimmt dieses Amt aber nur vorübergehend an, bis ein geeigneter jüngerer Kandidat gefunden ist. 2. Vorsitzender wird Eric Moser, Schriftführer Erich Fender.

Als neuer Chorleiter wird wieder Herr Lutz verpflichtet. Um dies zu ermöglichen musste die Singstunde auf einen anderen Tag verlegt werden.

Am 6.6.96 startete die alljährliche Radtour des Frohsinn zu einem besonderen Ziel: Die „Insel Flotzgrün“, wo mit einem Bus eine geführte Besichtigungstour der Mülldeponie stattfand. Die Radtour fand anschließend in der Grillhütte Heiligenstein ihren Abschluss.

Beim Jubiläumskonzert 1997 feierte der Frohsinn sein 135jähriges Bestehen. Unter dem Motto „Schöne Nacht, Du Liebesnacht“ begeisterte der MGV unter Mitwirkung des Musikvereins und verschiedener Solisten sein Publikum. Um die Akustik zu verbessern, wurde die Schulturnhalle „umgedreht“, und eine Bühne im Eingangsbereich aufgebaut.

Am 6.07.1998 erhielt unser Ehrenmitglied Karl Hufft das Bundesverdienstkreuz. Der Frohsinn umrahmte die Feierstunde mit 2 Liedvorträgen.

Am 17.03.1999 wurde der Frauenchor des MGV Frohsinn gegründet. Er startete mit 35 Sängerinnen unter der Leitung von Wolfgang Lutz.
Um für den Frauenchor Platz zu schaffen wurde ein Speicherausbau im Sängerheim begonnen.

Am 25.09.2000 war im Sängerheim „Tag der offenen Tür“. Anlass war das 25jährige Bestehen unseres Sängerheims. Neben den Ansprachen von Bürgermeister Manfred Scharfenberger und der stellvertretenden Vorsitzenden des Sängerkreis Speyer Christiane Kohlmann, umrahmte der Frohsinn Männer- und Frauenchor die Feierstunde.

Am 06.01.2001 fand ein Generationenwechsel im Sängerheim statt. Bei der Generalversammlung wurde Günter Müller zum ersten Vorsitzenden gewählt und löste seinen Vater Karl Müller ab. Zweiter Vorsitzender wurde Wolgang Frey, Schriftführer Sigrid Weinkämmerer. Bei dieser Wahl zogen erstmalig 4 Frauen in die Vorstandschaft des MGV Frohsinn ein.

Am 28.04.2001 feierte Wolfgang Lutz seinen 50. Geburtstag. Bei der Veranstaltung in der Freisbacher Turnhalle, traten insgesamt neun Chöre auf. Neben den Einzelvorträgen der Chöre wurde zum Abschluss ein gemeinsames Lied „Ein schöner Tag“ gesungen. Am diesem Abend wurde unser damaliger Chorleiter auch für 25 Dirigentenjahre geehrt.

Leider konnte Wolfgang Lutz im gleichen Jahr wegen schwerer Krankheit die Chorleitung nicht mehr ausführen. Zur Überbrückung konnte man Herrn Peter Herberger gewinnen, der den Chor bis zur Genesung von Herrn Lutz leitete. Am 10.04.02 konnte Herr Lutz wieder seine erste Singstunde absolvieren.

Der Liederabend zum 140jährigen Bestehen wurde ein voller Erfolg. Als Gast trat Bernd Camin mit seinem MGV Heiligenstein Männer- und Frauenchor auf. Auch Peter Herberger war mit von der Partie. Er leitet seinen Verein MGV Lyra Lustadt. Der Chor „No Limits“ aus Limburgerhof , und die Frohsinns eigene Jugend rundeten das Programm auch für die jüngeren Zuhörer ab.

Die Planung des Sängerheimumbaus begann ebenfalls im Jahr 2002. Eine neue, vergrößerte Küche, sowie eine neue Toilettenanlage sollten eingerichtet werden. 2005 wurde die neue Küche eingebaut. 2007 wurden neue Fenster eingesetzt und der Innenraum verputzt. Im Frühjahr 2012 wird das Sängerheim noch einen neuen Außenanstrich erhalten.

2003 erreichte die Fußballgruppe des MGV nochmals den ersten Platz beim Mechtersheimer Fußball-Ortsturnier.

Im September 2006 trennte man sich von Chorleiter Wolfgang Lutz. Nach einigen Dirigenten auf Probe, entschied man sich schließlich Thomas Schutzius zu verpflichten.

Unter seiner Leitung trat der Chor im Herbst 2008 zusammen mit Peter Orloff und den stimmgewaltigen Schwarzmehrkosaken in der evangelischen Kirche auf.

Der Frauenchor, der sich ebenfalls mit verschiedenen Chorleitern versuchte, engagierte schließlich Matthias Vögeli, der im Januar 2011 auch den Männerchor übernahm.

Neben den beiden Chören erfreut sich auch die Theatergruppe einer anhaltend großen Beliebtheit. Die Auftritte die jährlich bei der Weihnachtsfeier die Schulturnhalle füllen, sind so erfolgreich, dass man sich entschloss, seit 2010 das Theaterstück im Sängerheim bei einer „kleinen Bühne“ nochmals aufzuführen. 2011 tritt die Theatergruppe auch auswärts auf: In Schifferstadt und in Frankenthal/Eppstein.

 

Auch die Tanzgruppe hat sich im Laufe der Jahre unter der Leitung von Beate Müller zu einer festen Größe im Verein entwickelt. Die Auftritte sind ein Highlight beim jährlich stattfindenden Vereinsball.
Der Vereinsball erfreut sich heute noch, entgegen dem allgemeinen Trend, großer Beliebtheit.

Im Sommer 2011 trat der Verein mit beiden Chören auf der Bundesgartenschau in Koblenz auf und vertrat dabei die Gemeinde Römerberg.

Im Jahr 2012 feiert der MGV Frohsinn Mechtersheim als ältester Verein von Römerberg sein 150jähriges Bestehen.

Teilchronik erstellt von Günther Amourette 2011

M.G.V. Frohsinn 1862 Mechtersheim e.V. | info@frohsinn-mechtersheim.de